Modell 5
Modell 5

Bau

14. März 2009: Der Boden für das neue und schon fünfte Modell des Rheinpfeil wird in Schichtbauweise aus Balsaholz zusammengeklebt.

Am Selben Tag wird der Servo für die Ruderanlage eingebaut. Er befindet sich in der Bank direkt über dem Ruder und wirkt direkt auf dieses.

15. März 2009: Maschinenraum, Frontscheiben und Teile des Decks werden eingebaut.

22. März 2009: Die Seitenteile werden angeklebt und damit das Hauptdeck fertiggestellt

04. April 2009: Die Sitze sind eingebaut, Teile der Tragflügel angeklebt und erste Teile der Lackierung sind auch schon am Boot.

17.04.2009: Der Unterboden wird beendet. Einen Tag später findet die erste Testfahrt statt (nicht sehr erfolgreich übrigens)

Auf See

Fahrt 1 - 18.04.2009: Das Boot ist erfreulich leicht geraten. Allerdings ist die Geschwindigkeit entsetzlich klein. Grund dafür ist die schwache

Fahrt 3 - 19. April 2009: Das Ruder wurde neu mit einer Metallachse gefertigt. Das Installieren des Ruders war eine entnervende Aufgabe und glückte erst beim dritten oder vierten Mal. Rheinpfeil hatte nun das Problem, dass die Flügel in Verbindung mit dem Drehmoment der Schraube eine Steuerbordkränung hervorruft. Dazu kam Spritzwasser. Allle paar Meter musste das Boot ausgeleert werden.

Fahrt 4 - 21. April 2009: Der Steuerbord-Frontflügel und der Achterflügel wurden etwas flacher eingestellt. Daraufhin fuhr Rheinpfeil recht ordentlich. Vielleicht sollte der Achterflügel noch etwas schwächer eingestellt werden. Das Vergnügen endete jedoch nach wenigen Minuten, weil sich Treibgut um die Schraube wickelte und die Wellenkupplung unter dem Druck riss.

Fahrt 7 - 6. Dezember 2009: Heute wiederhole ich den Erfolg von letzer Woche. Das Boot macht mir viel Freude und heute habe ich auch eine Kamera dabei.

Fahrt 10: 23. Januar 2011: Diese Fahrt endete nach wenigen Metern. Plötzlich klemmte die Antriebswelle - mitten im Bach! Das sind dann die Momente, wo man sich innerhalb von Sekunden überlegen muss, ob man sein Boot oder seine warmen Füße behalten will. Also ab in's Wasser bei minus 2 Grad!

Rheinpfeil überholt MS Moby Dick

Im Herbst 2011 im Hachinger Tal unterwegs. So spät in der Saison ist viel Treibgut im Fluss, was das Boot ziemlich durcheinander bringt.

Rheinpfeil überholt in der Expressfahrt das Linienschiff Drachenfels im Hachinger Tal

Technik

Modell 5 ist bisher mein kleinstes steuerbares Modell. Die Idee war, zukünftig durchgehend im Maßstab 1:50 zu arbeiten. Das Modell von Rheinpfeil ist damit eine besondere Herausforderung, da es nur 54 cm lang ist und vorbildgerecht lediglich 200g wiegen durfte. Dieses geringe Gewicht ist in Holzbauweise natürlich utopisch, da Batterie, Regler, Servo und Motor zusammen bereits ca. 150g wiegen. Spannend bei diesem Modell war die Frage, ob es tatsächlich auf die Flügel kommt. Bei dieser Größe sind die Flügel lediglich 2 cm tief! Das Modell ist vorwiegend mit Balsaholz gebaut. Die schweren Plastikfenster habe ich durch eine Folie ersetzt, die man beim Bürobedarf findet. Reeling und anderes Gestänge ist sogar aus Kohlefastern gebaut. Lediglich die Reelingstützen sind die vorgefertigten aus Metall. Die technischen Daten dieses Modells sind: Maßstab: 1:50 Länge: 54 cm Breite: 10 cm Gewicht (beladen): 380g Batterie: LiPo, 7.4V, 1300 mAh Motor: Brushless outrunner, 32 turns, 28x28x21 mm Schraube: Graupner 3-Blatt, 25mm
Das Flügelsystem ist weitgehend vorbildgetreu. Die Anstellwinkel sind ziemlich überhöht - besonders auf Steuerbord, um das Drehmoment der Schraube auszugleichen.
Das hintere Flügelsystem ist ebenfalls starr ausgeführt. Mit Rheinpfeil II habe ich bemerkt, dass es für das Modell ungünstig ist, wenn es hinten auf den Flügeln steht, da es dann kein Gleichgewicht mehr halten kann. Daher war mir das hintere Flügelsystem unwichtig. Zu meiner großen Überraschung fährt das Modell ganz hervorragend auch auf dem hinteren Flügel ohne allzuviel zu kippen. Das Ruder ist für dieses Modell ziemlich groß ausgefallen weil ich immer wieder Schwierigkeiten hatte mit den anderen Modellen von Rheinpfeil. Ein enger Wendekreis ist für dieses Modell essentiell, da mein Fahrgebiet - der Hachinger Bach - nur etwa 3 Meter breit ist. Der Kern des Ruders besteht aus einer langen M2-Schraube aus einem Servo. Diese Schraube wurde flach geschliffen und dann zunächst direkt in das Servo geschraubt, das weiter oben in der Bank sitzt. Das Ruder wird also direkt angesteuert, es ist kein Gestänge nötig, da dieses zu schwer, zu groß und optisch nicht gut angebaut werden kann. Der Preis ist allerdings, dass das Servo nicht gewartet werden kann.
Der Maschinenraum ist bei diesem Modell sehr aufgeräumt, da das Modell keine Sonderfunktionen hat und das Servo ohnehin in der Bank am Heck sitzt. Das größte im Maschinenraum ist der Empfänger. Hier gibt es mit kleinerem Gerät noch Potential, gut 15g einzusparen. Daneben wirkt der Fahrtregler eher winzig. Als mir der Regler durchgebrannt ist, habe ich in einen größeren investiert, der auch die Rückwärtsfahrt ermöglicht. Manchmal reicht der Platz zum Wenden eben doch nicht..
Im Passagierraum finden sich die angedeuteten Sitze und vor allem der 86g schwere Akku. Er ist wegen des Schraubenmoments nach Backbord versetzt. Das ist durch Versuche ermittelt worden und funktioniert nun sehr gut.