Modell 1
Modell 1

Bau

Tag 1: Mittwoch, 18.02.2004: Ja, ich weiß, eigentlich sollte ich erst die Antares fertig bauen, aber es kribbelt zu sehr in den Fingern. Außerdem fehlt das Material für die Antares... Die letzten Wochen habe ich den Rheinpfeil immer wieder im Kopf gebaut: zuerst das Gerippe aus Spanten, dann.... dann kam alles ganz anders: ich habe statt eines Balsabrettes fünf bekommen, dafür nur halb so stark, wie ich wollte. Na gut, dann kann ich den Boden ja doch aus Balsaholz bauen, das ist ja schon leichter, als die Spanten selber (!). So entstand also dieses Sandwich der beiden unteren Schichten...

Tag 2: Donnerstag, 19.02.2004: Nach etwas Schleiferei (was gar nicht so schlau war, die Schraubstöcke greifen sonst besser), und noch ein paar Schichten war die Rückbank und die Bugpartie fertig. Dann musste man nur noch die vorderen Fenster einkleben, das Schott bauen (Das natürlich erstmal zerbrochen ist) und dann die Wände dran...

Tag 3: Samstag, 21.02.2004: Heute ist nicht viel passiert, ich hatte einfach kaum Zeit (außerdem entstehen die Baupläne immer mehr - und dafür langsamer - in meinem Kopf). Ich habe den Maschinenraum gebaut, dabei alles mögliche verpeilt, aber am Ende war er dann eingebaut. Die Steuerbordwand dazu und dann wurde es leider schon Zeit für den ersten Anstrich...

Tag 4: Sonntag, 22.02.2004: Heute ging es dann an die Nase. Das war ein nicht enden wollender ausprobier-und-schleif-Zyklus. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder? Okay, ich konnte es nur hinhalten. Vor dem Einkleben stand noch das Einbauen der oberen Streben an und damit auch ausfräsen und Versenken der LEDs. Fummelarbeit halt, aber auch machbar. Und nach dem Anpinseln der "Nasenhölen" können selbige dann auch angeklebt werden.

Tag 5: Rosenmontag, 23.02.2004: Was gestern nicht mehr passiert ist... Und auch wenn man es nicht sieht, ist es doch vorwärts gegangen: die Nase wurde geschliffen (und zwar zu weit :( also Reparatur), festgeklebt und das halbe Dach gleich mit dazu. Jetzt muss ich das Projekt erstmal drosseln, weil wieder tausend Teile fehlen...

Tag 6: Samstag, 27.03.2004: Das stimmt so auch nicht mehr. Ab und zu hab ich was am Rheinpfeil gebaut: Das Heck mit den Rudern und der Anlenkung, die Treppe, das Deck, die Tragflugel und ab und zu habe ich etwas lackiert. Naja, heute Abend sieht mein Rheinpfeil jedenfalls so aus: schon mit Namenszug, auch wenn ich mich dabei verschrieben habe (Mist... naja, ich muss eh nochmal mit weißer Farbe ran...)

Tag 7: Karfreitag, 10.04.2004: Inzwischen sind die Zierstreifen dran und die Scheuerleisten sind auch schon geschnitten. Dummerweise mangelt es gerade an Farbe, also kann ich die erst am Dienstag oder Mittwoch drankleben. Blieb mir für heute noch die Kommanobrücke, davor habe ich mich ja ewig gedrückt, weil alles so rund ist. Aber bis jetzt sieht's doch ganz vernünftig aus.

Tag 8: Ostermontag, 12.04.2004: Jetzt wurde es endlich mal Zeit für ein Stativ. Und für die Positionslichter. Außerdem habe ich endich diesen Ventilationspickel am Oberdeck befestigt. Ach ja, wichtig: Die Antriebswelle ist auch schon fast fertig eingebaut.

Tag 9: Donnerstag, 13.05.2004: Das stimmt auch schon nicht mehr. Naja, man will ja nicht wegen jedem Handgriff gleich einen Tag aufschreiben. Jedenfalls hat sich viel getan: Die Reling am Oberdeck wurde gebaut, lackiert, schmaler geschliffen und wieder lackiert. Die Flaggstöcke inklusive Flaggen sind eingebaut. Nach wochenlangem Warten auf schwarze Farbe (vergeblich - ich musste auf eine andere Marke umsteigen. Hoffentlich klappt das) sind jetzt endlich die Tragflügel schwarz und die Scheuerleisten fest. Und tatsächlich heute habe ich mich um die Kommandobrücke gekümmert.

Auf See

Der Propeller kippt das Schiff stark nach Steuerbord.

Nachdem ich den Flügel angepasst habe, ging das Boot viel besser.

Im Juli 2012 fährt das Modell endlich vor dem Original seine Runden

Technik

Herzstück eines Tragflügelboots sind natürlich die Flügel. Hier eine Detailaufnahme des vorderen Flügel und der Kufe. Die Flügel sorgen für den Auftrieb, während die Kufen ähnlich wie Wasserskier für die Stabilität sorgen.

Auch am Heck befindet sich ein Flügel. Rheinpfeil 1 besitzt zwei Ruder, obwohl das Original nur ein Ruderblatt hatte. Tatsächlich existierten Raketas sowohl mit einem als auch mit zwei Ruderblättern. Eine weitere Besonderheit an Modell 1 ist die Flexwelle. Dadurch wirkt die Schraube fast waagerecht auf das Wasser.

Die Ruderanlenkung am Heck. Die benötigt zu viel Platz um sie völlig zu verstecken.

Das Innere des Boots. Links der völlig zugestopfte Maschinenraum und weiter rechts der Passagierraum mit der Batterie. Rheinpfeil fährt mit 8 Zellen (9.6V). Tests haben ergeben, dass auch 6 Zellen ausreichen