TFB Phantom
TFB Phantom

Vorbild

Die Idee zum Bau der Phantom hatte ich, als ich während eines Einkaufsbummels die Schachtel zu dem AMT-Modell vom Bat-Boat sah. Ich hab mir das Bild abgemalt und zu Hause mit dem Design angefangen. Damals war an RC-Bootsbau noch nicht zu denken, und es entstand erstmal ein Modell aus Papier
Das fertige Plastikmodell von AMT habe ich nie gesehen. Nur den Film "Batman returns". Die hier gezeigten Bilder sind ergoogelt.
Das Boot ist natürlich raketengetrieben - ist ja eh klar.

Bau

Nun haben wir in der Schule zwar gelernt, wie Auftrieb berechnet wird (was mir bei der 'Antares' sehr hilfreich war), aber von Strömungslehre und der Dynamik, wie sich Tragflügel bei verschiedenen Geschwindigkeiten und bei verschiedenen Lagen verhalten haben sie einem nichts erzählt. Ein Blick in die Formelsammlung hat auch nichts geholfen, denn ich konnte immer noch nicht den 'Luftkraftbeiwert' einer bestimmten Tragflügelform herausfinden... Also Schritt für Schritt. Mein erstes Experiment führte mich zu meinem Fischer-Technik-Kasten. Mit dem habe ich das abgebildete 'Tragflügelboot' gebaut. Dieses habe ich mit einer Schnur über den Weiher gezogen und so herausgefunden, dass eine V-Form vorne erstaunlich stabil ist. Meine erste Sorge, das Boot würde aufsteigen und sofort kentern war also unbegründet. Auch die nötige Geschwindigkeit war erstaunlich gering. Der Bau war also beschlossene Sache.
Das Design war wie immer schon in den langweiligen Lateinstunden gemacht und so konnte es sofort losgehen. Diesmal habe ich erst ein Gerippe auf die Bodenplatte gebaut mit Schotten und Leisten. Aus meinen Erfahrungen mit dem 'Rheinpfeil' wusste ich, dass Tragflügelboote bei jeder Welle große Stöße abfangen müssen, diese Konstruktion musste also was aushalten. Das erste Gebot war also Stabilität, Masse habe ich nicht beachtet. Das war ein Fehler...
...
Nachdem das Gerippe fertig war, wurden die oberen Seitenteile geschnitten, verglast und aufgeklebt. Danach wurden sie auf das Gerippe zurückgeschliffen und dann die unteren Seitenteile drangeklebt. Raztfatz war das Boot fertig.

Auf See

2. Testfahrt. Das Deck ist noch nicht lackiert. Der Flügel hat eine V-Form mit großem Angriffswinkel.

Die Phantom im zweiten Zustand (mit geradem Flügel) bei voller Fahrt. Die Tragflügel tauchen gar nicht ein und in Kurvenfahrt sackt das Boot ab.

Nach 6 Jahren habe ich LiPo-Akkus und einen kleinen Brushless-Motor eingebaut. Das Boot wiegt jetzt nur noch halb so viel wie vorher. Es funktioniert zwar immernoch mehr schlecht als recht aber das Herz schlägt wieder.

Im Ruhezustand sackt das Boot bedrohlich ab.
Trotz des dicken Motors kommt das Boot kaum vom Fleck. Die Heckwelle ist ziemlich beachtlich.

Technik

Durch den Wellengang war ich gezwungen das Boot zuzukleben. Nach Stilllegung des Bootes habe ich es noch einmal geöffnet und siehe da: es war alles verrostet. Dieses Bild gewährt Einblick in das Innere. 3 Zellen am Bug und 4 Zellen am Heck ergeben eine Fahrspannung von 8.4V. Der Speed600-Motor hielt das Boot ordentlich in Schwung. Dahinter, unter dem Eingangsdeck liegen der Fahrtregler und der Empfänger
Im Heck sitzt die Ruderanlage und die oben erwähnten 4 Zellen