Nautilus
Nautilus

Vorbild

Die Nautilus stammt aus Jules Vernes Roman 20.000 Meilen unter dem Meer. Nach den Beschreibungen des Autors hat sie etwa so ausgesehen - völlig unspektakulär...

1954 wurde der Roman von Walt Disney verfilmt. Disney hat das Boot allerdings nicht entworfen. Verantwortlich für das Design war Harper Goff. Auf diesem Bild sieht man einen seiner frühen Entwürfe.

Im Film greift die Nautilus andere Schiffe an. Nachts wirkt dies besonders spektakulär.

Das tatsächlich im Film verwendete Modell sah etwas anders aus. Später wurde es für Disneyland Paris nachgebaut.

Disneyland bietet die Möglichkeit, das Innere des Schiffes zu besichtigen.

In Tokyo liegt eine weitere Ausgabe der Nautilus

Bau

Tag 1, 26.12.2009: Der Bau beginnt mit den Hauptspanten und zwei Ringen.

Tag 2 - 27.12.2009: Am zweiten Tag werden die bereits vorbereiteten Spanten zusammengeklebt und zusätzlich verschraubt.

Tag 3 - 29.12.2009: Nachdem ich nun Plexiglas habe, habe ich die Grundplatten für die Deckel gefertigt. In die 4mm starken Plexiglasplatten habe ich Öffnungen gesägt und dann im Abstand von etwa 7cm Schrauben eingeklebt. Diese dienen später als Stehbolzen. Die Platten sind danach in den Bootsrumpf eingeschraubt und mit Epoxidharz verklebt. Das Ganze ist eine sehr klebrige Angelegenheit. Hoffentlich hält es.

Tag 4 - 30.12.2009: Ich habe eine große und zwei kleine Planken angebracht.

Tag 5 - 31.12.2009: Die obere Hälfte des Druckkörpers ist fertig beplankt und mit Harz abgedichtet.

Tag 6: 01.01.2010: Heute habe ich die letzten viereinhalb Planken angebracht. Damit ist der Druckkörper prinzipiell fertig.

Tag 7 - 02.01.2010: Der Kiel wird gebaut und der Deckel vorbereitet.

Tag 8 - 03.01.2010: Die Kommandobrücke und der Schiffständer werden angefangen.

Tag 9 - 05.01.2010: Heute wollte ich die Salonblenden bauen. Leider habe ich die ersten Teile beim Sägen zerbrochen und beim zweiten Versuch ist eine Kuppel erblindet und die andere gesprungen. Immerhin habe ich die Spanten für den Deckel verstärken können und den Schiffsständer einsatzbereit bekommen.

Tag 10 - 06.01.2010: Heute habe ich den Deckel beplankt und die Aufbauten angefangen. Der vordere Wall bis zur Brücke ist auch fertig. Und der Kiel ist dran.

Tag 11 - 07.01.2010: Der Deckel wird seitlich verschalt und die Befestigungen vorbereitet. Die Säge wird angefangen.

Tag 12: 26.03.2010. Nach dem Baustopp im Winter ging es heute wieder los. Zuerst habe ich alle möglichen Löcher in die Außenhaut gesägt und dann noch ein paar Zwischenräume im Rumpf mit Blei und Harz ausgekleidet.

Tag 13: 27.03.2010: Heute sind die beiden Bootsständer dran. Nebenher mache ich mit der Bleikur weiter.

Tag 14: 28.03.2010: Heute baue ich die Teile mit den Salonfenstern - mal wieder. Und nebenher schon wieder Blei und Harz. Das bleibt auch die nächsten Tage so... die überspringen wir jetzt mal kurz...

Tag 17: 31.03.2010: Heute habe ich die ersten Zähne angebaut. Eine willkommene Abwechslung zu der Blei-Harz-Tortur

Tag 18: 01.04.2010: Heute habe ich jede Menge Zähne gebaut. Auf diesem Bild sieht man die Arbeitsschritte dieser überraschend einfach herzustellender Bauteile.

Tag 19: 02.04.2010: Die Salonfensterteile sind eingeklebt und die Heckflosse ist auch fertig.

Tag 20: 03.04.2010: Die Salonfenster sind jetzt verschalt.

Tag X...?: 11.04.2010: Die ersten Nieten sind an Ort und Stelle.

Tag X: 23.04.2010: Die Ruderanlage habe ich nach langem Hin und Her doch als Flexwelle ausgeführt. Nach unendlich nervigem Gefräse und Gefeile konnte ich die Flexwelle - verpackt in Schrumpfschlauch mit Harz einkleben.

29. August 2010: Die vorerst letzten Nieten sind aufgetragen. Demnächst geht es an die Lackierung

Heute sieht man das Boot zum letzten Mal im Holz-look

03. September 2010: Der Grund-Anstrich wird aufgetragen. Ich habe mich entschieden den "natürlichen" Weg nachzubilden: Zuerst Eisengrau und dann nach und nach Rost.

04. September 2010: Wie man sieht rostet die Nautilus auf der Steuerbordseite wesentlich schneller...

05. September 2010: Genug gerostet. Jetzt fehlt noch etwas Dreck.

01.01.2011: In der Kommandobrücke sind jetzt einige Gizmos eingebaut: Das Steuerrad, der Ballsthebel, das Tiefenruder und vor allem ein paar Rohre, die zu nichts gut sind. Das ganze wird später weiß, grün oder rot beleuchtet.

08.01.2011: Meine Geduld ist am Ende: Die Scheiben werden jetzt eingeklebt. Der Klebstoff muss einfach elastisch genug sein und die Scheiben haben gefälligst zu halten!

Auf See

03. April 2011: Der erste Test am Bach. Noch ist keinerlei Elektronik im Boot und das Boot ist viel zu leicht. Mit einem Eimer habe ich etwa 5-7 Liter Wasser ins Boot gekippt und dann sah es schon ganz gut aus - aber nur kurz. Dann ist sie abgesoffen wie ein Stein.

Die zweite Testfahrt wird unter Motor und mit funktionsfähigem Ruder durchgeführt. Das Boot ist noch nicht annähernd schwer genug aber das wird schon noch...

Nächste Probefahrt. Mit entsprechend Blei im Boot liegt es schon besser im Wasser. Trotzdem waren noch ein paar Steine nötig.